Museum Biedermann, Donaueschingen

8. Juli 2012 bis 16. September 2012

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Museum Donauschingen

Ein Grußwort von Margit Biedermann

Das Museum Biedermann – im Herbst 2009 als privates Museum auf der Grundlage einer eigenen Sammlung, die einen wesentlichen Schwerpunkt bei der italienischen Kunst hat, eröffnet – freut sich nun als Partner beim Ausstellungsreigen zum „Premio VAF“ mit dabei zu sein, um neben den eigenen Werken auch die aktuellsten Entwicklungen junger italienischer Kunst hier im Süden Deutschlands präsentieren zu können. Somit finden sich in dieser Kooperation also zwei deutsche Sammler und private Stiftungen zusammen, um in gegenseitiger Ergänzung gemeinsam zeitgenössische italienische Kunst über die Grenzen Italiens hinaus bekannt zu machen. In der Sammlung Biedermann befinden sich vor allem Werke einiger römischer Künstler, die in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts als Gruppe einige Ateliers in einer ehemaligen Nudelfabrik mit dem Namen „Cerere“ im Stadtviertel San Lorenzo in Rom bezogen hatten. Mit zu diesen gehören u. a. Piero Pizzi Cannella, Nunzio di Stefano, Gianni Dessi, Giuseppe Gallo und Marco Tirelli. Seit gut 20 Jahren kennt und schätzt Margit Biedermann nun schon diese Künstler und sie pflegt einen kontinuierlichen Kontakt zu ihnen durch Atelier- und Ausstellungsbesuche sowie durch häufige Begegnungen mit ihnen in Italien und Deutschland. Bereits bei der Eröffnungsausstellung des Museums Biedermann erhielten die Besucher einen ausdrucksstarken Eindruck von der besonderen Qualität der Werke dieser Künstler, die alle einen besonderen Wert auf eine intensive künstlerische Auseinandersetzung im Umgang mit dem jeweiligen Material – sei dies in der Malerei oder in der Skulptur – legen und dabei auf eine atmosphärisch spannungsvolle Wirkung von Materialität und Oberflächentextur achten. Wie sich in ihrer international ausgerichteten Sammlung aber auch zeigt, ist Margit Biedermann nicht zuletzt auch den Entwicklungen im Schaffen der nachwachsenden Künstlergeneration äußerst aufgeschlossen. Aus dieser Offenheit resultiert, das sich auch Arbeiten ganz junger italienischer Kunstschaffender in ihrem Besitz befinden, wie beispielsweise von der neapolitanischen Künstlerin Rosy Rox, die in diesem Jahr auch von der Fachjury des „Premio VAF“ als Teilnehmerin ausgewählt wurde. So wird auch ein Werk von ihr mit dem Titel „Morgenstern“, das zum Bestand der Sammlung Biedermann zählt, in der aktuellen Ausstellung gezeigt. Die Hauptwirkungsstätte der Sammlung Biedermann ist in Donaueschingen, in einem wunderschön renovierten klassizistischen Gebäude, das gleich gegenüber der Donauquelle gelegen ist. Von hier aus verfolgt Margit Biedermann mit den Aktivitäten ihres Museums, – neben der zunehmenden Verwurzelung und Vernetzung vor Ort und in der Region –, einen wachsenden Austausch mit Kunst-und Kulturinstitutionen in Deutschland und darüber hinaus. Das Museum Biedermann – namentlich die Sammlerin und Gründerin Margit Biedermann und die Museumsleiterin Simone Jung – bedankt sich ganz herzlich bei dem Präsidenten der VAF-Stiftung Klaus Wolbert, dessen beständiger Initiative die fruchtbare Zusammenarbeit zur Präsentation des „Premio VAF“ in Donaueschingen zu verdanken ist. Es dankt aber auch dem Kuratorium der Stiftung, das durch seine intensive und professionelle Vorarbeit bei der Auswahl der präsentierten Künstlerinnen und Künstler das Vorhaben zu einem guten Ergebnis gebracht hat, und es dankt dem Stifter, Herrn Volker W. Feierabend, der mit seiner Sammelleidenschaft und Begeisterung für die italienische Kunst den Grundstein für all dieses Wirken und Tun legte.