Peter Senoner, Albions

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Lebenslauf

Geboren in Bozen 1970, lebt und arbeitet in Albions bei Klausen. Senonerist von seinen Ursprüngen her ein Bildhauer oder besser gesagt ein Holzbildhauer, der in den soliden traditionellen Handwerkstechniken der Holzbildhauerei ausgebildet wurde, die im südtiroler Grödner Tal bis heute lebendig sind und aus denen sich in den vergangeneo Jahren eine Gruppe junger Skulpteure herausgelöst hat, welche sich von den überlieferten Normen, Methoden und Sujets abwanden, um ein künstlerisch anspruchsvolles Niveau der Figuration zu erreichen, das inzwischen in der internationalen aktuellen Kunstszene eine hohe Akzeptanz besitzt. Peter Senoner zählt zu den Jüngeren dieser Bewegung, doch auch er vereint ein ursprüngliches und bravouröses Können in allen Aspekten der bildhauerischen Realisierung einer Figur oder eines Gegenstandes mit bildnerischen Intentionen, die sich einer bewusst gelebten Zeitgenossenschaft verdanken. Bei ihm zeigt sich dies in einer offenkundigen Affinität zu einem Menschenbild, wie es uns aus zahlreichen Comics, aus Filmen und aus Computerspielen bekannt ist, in denen moderne Mythen, Sience-Fiction-Visionen oder galaktische und interstellare Fantasy-Stories in Inszenierungen vermittelt werden, die eine andere Realität glaubhaft simulieren. So kennzeichnen ihn und seine Arbeit die Einflüsse aus zwei Welten, die er in einer schöpferischen Synthese vereint: Einerseits ist dies seine Herkunft aus dem heimatlichen Erbe, das er als Holzbildhauer angetreten hat, und andererseits sind dies die Früchte der Erfahrungen in der aktuellen globalen Welt, von denen er während längerer Aufenthalte in New York und Tokio geprägt wurde. Marion Piffer-Damiani merkte zu den Figuren von Senonerfolgendes an: "Die Kunst-Geschöpfe von Peter Senoner sind bleiche, überschlanke, nackte Kreaturen, inspiriert gleichermaßen an Fabelwesen und Engeln, mythologische Feen-und Satyrgestalten wie auch anmutigen Laufstegmodellen und Raumschiffbesatzungen. Aber nicht nur Hollywoodfantasien, Sience Fiction, MZV oder Modelindustrie liefern Posen und Attitüden, sondern vor allem auch die Kunstgeschichte und die Volkskunst aus der eigenen Umgebung, von den gotischen Flügelaltären bis zum Barock. Meistens betonen enganliegende modische Hauben die Kopfform der skulpturalen Androiden. Hinzu kommen technische Geräte, aber nicht als simple Accessoires, sondern wie die Kopfhörer der 'Pilot'-Figur als fest mit dem Körper verwachsene, quasi angeborene Attribute. Die Gestik ist manieriert, fast geisterhaft, unterstrichen durch den leeren Blick künstlich aufblitzender (Glas-) Augen. Eine Begegnung dieser Art würde manjedenfalls eher auf der Kinoleinwand oder dem Computerbildschirm vermuten." Die artifiziellen und synthetischen Wesen von Peter Senoner, die das Aussehen von androgynen Mutanten haben, an denen partielle Missbildungen sowie ------