14.  Gruppe „Corrente“

Kunst im antifaschistischen Widerstand 1939 – 1945. Diese Vereinigung von Bildenden Künstlern, Literaten und anderen Intellektuellen gab sich ihren Namen im Anschluss an das Programm der Zeitschrift „Corrente di vita giovanile“ (Bewegung des jungen Lebens), das in Bezug auf das faschistische Regime und auch zur offiziellen Kunstpolitik des Faschismus grundsätzlich oppositionell agierte. Im Gegensatz zu den sich verstärkenden isolationistischen Tendenzen in Italien suchten der Chefredakteur Ernesto Treccani und seine Mitstreiter in der Zeitschrift den Anschluss an die internationale Szene zu halten und sie luden prominente ausländische Philosophen und Literaten ein, Beiträge zu liefern. 1940 wurde die Zeitschrift von staatlicher Seite verboten und viele von denen, die ihr nahestanden, mussten aus Angst vor Verfolgung die Öffentlichkeit meiden und sich in Wohnungen verstecken. Ein Treffpunkt bildete sich schließlich neu in Mailand, wo Treccani 1940 eine kleine Galerie mit dem Namen „Bottega di Corrente“ eröffnete, in der die konspirativen Zusammenkünfte fortgesetzt werden konnten.