36.  Nuova Scuola Romana

Dies bezeichnet eine Gruppe von Künstlern, die sich Mitte der 70er Jahre in einer ehemaligen Nudelfabrik, der Pastificio „Cerere“ im römischen Quartier San Lorenzo, in losem Zusammenschluss aber mit gemeinsamen Zielen etablierte und zu der Bruno Ceccobelli, Gianni Dessi, Giuseppe Gallo, Nunzio di Stefano, Piero Pizzi Cannella und Marco Tirelli gehörten. Sie strebten eine Wiederbelebung des Sinnhaltigen wie des ästhetisch und inhaltlich Bedeutungsvollen in der Malerei wie in der Skulptur an, wobei sie Werke schufen, in denen sie zwar Erfahrungen mit Bildgestaltungen verarbeiteten, die auf die subtile Mal- und Materialkultur der italienischen informellen Malerei zurückgingen bzw.in denen sie die semantischen Potentiale von Dingen und totemistischen Objektgestaltungen aufgriffen. Zugleich war aber auch intendiert, dies mit Anmutungen zu verbinden, bei denen in der Rezeption magische Erlebnisangebote und substantielle Qualitäten der stofflichen Beschaffenheit zur suggestiven Wirkung kommen sollen.