2.  Salonmalerei

Bravouröse Malkultur der Belle Epoque bzw. des „Fin de Siècle“ mit einer noch akademisch konnotierten figurativen Personenschilderung, verbunden mit einer dezent demonstrierten virtuosen Freiheit der Pinselführung, bei der sowohl eine effektvolle malerische Manier demonstriert wird als auch eine Neigung zu einer Gesellschaftsreportage, in der ein mondänes, hedonistisches, dekadentes und melancholisches Lebensgefühl dominiert. Gemälde dieses Genres wurden um 1900 in Italien von einigen Künstlern realisiert, die zumeist in Kontakt zur Pariser Kunstszene standen, wobei neben anderen an vorderster Stelle die Maler Giovanni Boldini, Vittorio Matteo Corcos, Giuseppe de Nitis, Pompeo Mariani sowie der frühe Carlo Carrà zu nennen sind.