Die Planungs- und Entscheidungsgremien

Die in den Gremien der Stiftung tätigen Repräsentanten wurden sehr sorgfältig im Hinblick auf ihre speziellen kunstwissenschaftlichen und kuratorischen Kompetenzen ausgewählt, danach sind die Geschäftsführung wie die Beiräte funktionell und personell wie folgt zusammengesetzt:

Als „vertretungsberechtigter“ Vorstand, der auch die Stiftung „gerichtlich und außergerichtlich allein“ vertritt, fungiert seit dem Beginn der Geschichte der Stiftung Dr. Klaus Wolbert, der ehemals bis zu seinem Ruhestand Direktor des Instituts Mathildenhöhe in Darmstadt war sowie  parallel dazu  Kulturreferent der Stadt Darmstadt. Er ist mit der Abwicklung aller von den Statuten vorgegebenen  Programmpunkten sowie mit sämtlichen geschäftlichen und administrativen Angelegenheiten der Stiftung betraut, insbesondere obliegt ihm dabei die praktische Umsetzung und Realisierung der Kuratoriumsbeschlüsse, die jeweils in ausführlichen Protokollen der regelmäßig stattfindenden  Arbeitssitzungen fixiert sind.

Im Kuratorium, dem allein die Entscheidungen für alle inhaltlichen, wirtschaftlichen, personellen und auch sonstigen Aktivitäten der Stiftung unterliegen, wirken der Stifter Volker W. Feierabend als Vorsitzender mit sowie neben ihm als mitverantwortliche Beiräte Dr. Lorand Hegyi, Direktor des Museums in Saint Etienne, Mag. Silvia Höller, Direktorin der Galerie „Kunstbrücke“ in Innsbruck, Dr. Norbert Nobis, ehemals Vizedirektor und Leiter der Graphischen Sammlung im  Sprengelmuseum Hannover, und Prof. Peter Weiermair, vormals Leiter des Frankfurter Kunstvereins und zuletzt Direktor der Galleria Comunale d'Arte Moderna in Bologna. Bei allen wird nicht allein eine souveräne  Fachkompetenz auf dem Gebiet der Kunstgeschichte und des Kunstbetriebs vorausgesetzt sondern auch neben der deutschen Sprache die versierte Beherrschung des Italienischen.


Geschäftsführender Vorstand

Dr. Klaus Wolbert

Image: Dr. Klaus Wolbert

Geboren am 25. März 1940 in Aschaffenburg.

1954 Lehre als Schriftsetzer und ab 1957 Ausbildung im Fach Freie Malerei an der Werkkunstschule in Pforzheim sowie an der Städelschen Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt/M. Ab 1960 Studium der angewandten Grafik an der Kunst- und Werkschule in Offenbach/M mit Abschlussdiplom 1964.

Tätigkeit in Werbeagenturen in Fulda und Frankfurt sowie in Industriefirmen als Layouter, Fotograf und Texter.
Von 1968 bis 1970 Anstellung am hessischen Landesmuseum Darmstadt als Mitarbeiter bei der sogenannten „Jugendstil-Dokumentation“, der ersten computergesteuerten Erfassung und systematischen Katalogisierung von kunstgeschichtlichen Daten, parallel dazu Besuch des Abendgymnasiums in Darmstadt.

1971 Abitur und danach Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Altertumswissenschaft, der Philosophie und der Kulturanthropologie an den Universitäten in Frankfurt, Würzburg und Marburg. In Frankfurt studentischer Abgeordneter in universitären und fachspezifischen Gremien.

1974 Teilnehmer bei der Realisierung der ersten kritischen Präsentation der Kunst des Dritten Reichs im Frankfurter Kunstverein.

1979 Studienabschluss und Promotion über spezifische ideologische, politische und ästhetische Aspekte der figurativen NS-Plastik.
Während des Studiums Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Werbeagenturen und Übernahme von  Textaufträgen.

Ab 1980 Volontär und ab 1982 Kustos der Graphischen Sammlung im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt, sodann ab 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie ab 1989 Direktor des Instituts Mathildenhöhe in Darmstadt, in Personalunion auch städtischer Kulturreferent und Vorstand der kommunalen Kulturstiftung.

Von 1992 bis 2002 mit Lehrauftrag für aktuelle Kunst Dozent am kunstgeschichtlichen Institut der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/M und ab 1998 Mitbegründer und erster Vorsitzender des Forums für Kunst und Kultur der SPD in Hessen.

2003 Verleihung des Verdienstordens Cavaliere für das permanente Engagement im Bezug auf die Kunst Italiens durch den italienischen Staat. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zur modernen und zeitgenössischen internationalen Kunst sowie zu interdisziplinären kultur- und ideengeschichtlichen Themen, insbesondere zu Leben und Kunst um 1900 und zum Design.

Seit 2006 im Ruhestand und danach Tätigkeit als geschäftsführender Vorstand der VAF-Stiftung, Frankfurt/M., deren Programm vor allem die Förderung, Sammlung, wissenschaftliche Erschließung und Publizierung der italienischen Gegenwartskunst beinhaltet.


Kuratorium

Volker W. Feierabend

Image: Volker W. Feierabend

Dr. Lorand Hegyi

Image: Dr. Lorand Hegyi

Lorand Hegyi wurde im Jahre 1954 in Budapest geboren und er absolvierte seine Ausbildung als Kunstwissenschaftler von 1972 bis 1977 an der ELTE Universität in seiner Heimatstadt. An dieser Hochschule sowie auch an der Karl-Franzens-Universität in Graz hatte er dann von 1977 bis 1990 eine Dozentur für Kunstgeschichte inne.

Nach einer Reihe von Tätigkeiten als Kurator von Ausstellungen und nach einigen wichtigen Publikationen zu Fragen der Kunst der Moderne übernahm er 1990 die Stelle des Direktors am Museum moderner Kunst - Sammlung Ludwig in Wien, von wo er 2002 nach Neapel ging, um dort bis 2006 das Museo PAN – Centro d’Arte Contemporanea zu leiten.

In Wien eröffnete er zudem im Jahre 2001 das Museumsquartier MUMOK.

2003 wurde er schließlich in die Position eines Direktors an das Musee d’Art Moderne in Saint Etienne berufen.

Parallel zu diesen Engagements war er von 1992 bis 1995 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Fondacion la Caixa in Barcelona, von 1997 bis 1999 Herausgeber der in Budapest erscheinenden Kunstzeitschrift „Budapester Belvedere“, von 1996 bis 2000 Mitglied des Art Comittee der Luxembourg Foundation, von 1997 bis 2001 Mitglied der Jury des Premio Kuoni Seat in Verona, von 1997 bis 2007 Mitglied der Jury des Prix Eliette von Karajan in Salzburg, ab 1999 Mitglied des Art Committee European Investment Bank in Luxembourg, ab 2001 Mitglied der Salzburg Foundation, von 2006 bis 2009 Mitglied des Ankaufsbeirats des FNAC in Paris, ab 2007 Mitglied des Beirats der Esterhaazy Stiftung in Eisenstadt und ab 2008 Mitglied des Art Comite der Banca Unicredit.

Für seine Aktivitäten wurde er 1999 mit der französischen Ehrung eines Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet, 2000 verlieh ihm die Republik Italien den Orden eines Cavaliere al Merito Culturale und 2001 erhielt er in Spanien den Orden Gran Cruz del Merito Civil.

Von 1985 bis heute trat er als Kurator zahlreicher bedeutender Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst hervor und er profilierte sich regelmäßig als Autor von kunstwissenschaftlichen Beiträgen in Buchveröffentlichen und in Katalogen. Seit 2012 ist er Mitglied des Kuratoriums der VAF-Stiftung.

Silvia Höller

Image: Silvia Höller

1969    geboren in Meran, lebt in Innsbruck.

1992–1998    Studium der Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck (Diplomarbeit über Ernst Nepo).

1998–2003    Mitarbeiterin beim Aufbau des Südtiroler Landesmuseums für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol.

Seit 2002    Leiterin der RLB Kunstbrücke in Innsbruck (Galerie der Raiffeisen-Landesbank Tirol) sowie als freie Kuratorin tätig (u. a. Kunsthalle Wien, Centro per l`Arte Contemporanea Luigi Pecci Prato).

2004–2008    Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Landesmuseums Schloss Tirol.

2004–2007    Projektleitung beim Aufbau der Domschatzkammer Bozen.

2008–2009    Koordinatorin der Südtiroler Landesausstellung „Labyrinth::Freiheit“ in der Festung Franzensfeste.

Seit 2011    Mitglied der Ankaufkommission des Landes Tirol und des Kuratoriums der VAF-Stiftung Frankfurt/Main.

Dr. Norbert Nobis

Image: Dr. Norbert Nobis

Geboren am 17. September 1945 als zweiter Sohn der Eheleute Gerd Nobis und Maria Vittoria Nobis geb. Rocco in Sexten/Pustertal (Kreis Bozen). Aufgewachsen in Rom (1946-55), Frankfurt am Main (1955-63) und Rom (1963-65).

Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Romanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn (1967-76).

1968 Koordinator des Ambiente-Programms bei der documenta 4 in Kassel. 1969-1973. Assistent von Edward Kienholz.
1976 Promotion mit einer Dissertation über den Bildhauer Lorenzetto.
1977-79 Volontär am Westfälischen Landesmuseum in Münster.
1979-83 Assistent am Ulmer Museum.
1983-2010 stellvertretender Direktor und Leiter der Grafischen Sammlung am Sprengel Museum Hannover.

1994 gründet er den Verein „Kunst und Bühne“ und leitet verschiedene Theaterproduktionen von Bühnenstücken bildender Künstler (darunter im Jahre 1994 als Welturaufführung das Drama „Violett“ von Wassily Kandinsiki).

Seit 2010 im Ruhestand und seit Anfang 2010 Mitglied im Kuratorium der VAF Stiftung, Frankfurt/M. Parallel dazu ist er Berater der Stiftung CFR (Genf) und Protektor der Heitland Foundation (Celle).

Norbert Nobis ist mit der Künstlerin Claudia Wissmann verheiratet und er ist Vater von 6 Kindern.

Peter Weiermair

Image: Peter Weiermair

Peter Weiermair, geb. 1944 in Steinhöring-Oberbayern.

Lebt und arbeitet als Herausgeber, Verleger, Autor und freier Kurator in Innsbruck (Tirol) und Frankfurt am Main.

Weiermair war Kurator und Direktor unterschiedlicher Ausstellungsinstitutionen und Museen in der BRD, Italien und Österreich von 1965-2007.

Er war über zehn Jahre Leiter der Galerie im Taxispalais (Innsbruck), 18 Jahre der Direktor des Frankfurter Kunstvereins und drei Jahre Leiter der Salzburger Landessammlungen für zeitgenössische Kunst, wie sechs Jahre lang der Direktor der Galleria d´Arte Moderne und des Museo Morandi in Bologna.

Weiermair ist Vorstandsmitglied der Ursula Blickle-Stiftung sowie der Leslie-Lohman-Foundation in New York.

Von 1981 bis 1990 war er Vorsitzender der IKT (International Association of Curators of Contemporary Art).

Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a. zu den künstlerischen Medien Zeichnung und Fotografie. Weiermair war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der italienischen Museen von Ravenna sowie des MART (Rovereto).


Presse- und PR-Referat

Simona di Giovannantonio

Image: Simona di Giovannantonio

Sie wurde 1972 in Rom geboren, wo sie auch heute noch lebt und arbeitet. Studien der Anglistik absolvierte sie in Bologna, an der „Università Alma Mater Studiorum“ und sie besuchte die Scuola di Specializzazione in Beni Storico Artisti“ del Dipartimento Arti Visive dell’Università di Bologna, um sich in Kenntnissen auf dem Gebiet der Geschichte der zeitgenössischen Kunst zu schulen.

Von 2002 bis 2006 war sie in der Galleria d’Arte Moderna di Bologna verantwortliche Leiterin des Büros für die Pressearbeit und parallel dazu arbeitete sie auch bei der Organisation von zahlreichen Ausstellungen zur Bildenden Kunst in Italien und in Deutschland als Assistentin des Direktors und Chefkurators mit.

Daneben war sie mit Artikeln und Rubriken auch als Journalistin für Fachzeitschriften („Il Giornale dell’Arte“ / „Vedere a Roma“) wie für Tageszeitungen („QN-Il Resto del Carlino“ / „La Nazione“ / „Il Giorno“) tätig.

Von 2006 bis 2009 managte sie die Organisation eines Festivals der Dokumentation von Kunst und Architektur in Rom und Mailand wobei sie in diesem Zusammenhang auch diverse Schauveranstaltungen in Italien, in Europa und in Kanada kuratierte sowie darüber hinaus auch Dokumentationen in Südamerika.

2009 und 2011 koordinierte sie die organisatorischen Vorgänge für einige Ausstellungen der Ursula-Blickle-Stiftung, Kraichtal, und 2010 begann sie eine Zusammenarbeit mit Galleria Marie-Laure Fleisch in Rom.

Seit 2014 wurde ihr vom Kuratorium der VAF-Stiftung die Verantwortung die gesamte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übertragen und außerdem ist assistiert sie in der VAF-Stiftung auch bei der Erledigung von Belangen des administrativen Managements und der Logistik zu Projekten.

Parallel dazu arbeitet sie im Auftrag des Architekten Renzo Piano an einer Dokumentation über das von diesem projektierte und realisierte Kulturzentrum der Stavros-Niarchos-Foundation in Athen.


Betreuung der VAF-Kunstsammlung im MART, Rovereto

Dr. Daniela Ferrari

Image: Dr. Daniela Ferrari

Geboren im Jahre 1973 in Trento, erlangte sie sie zunächst nach einem Studium an der „Accademia di Belle Arti di Brera“ in Mailand im Fach Malerei ein Diplom mit einer kunstgeschichtlichen Arbeit zu „Frenhofer, Cézanne und der Geist der Moderne“. Sodann promovierte sie an der „Università degli Studi“ in Mailand mit einer These zur zeitgenössischen Kunst mit dem Titel „Das Archiv der neuen Schrift des Paolo della Grazia. Eine Sammlung sprachlicher und visueller Forschungen im Zwanzigsten Jahrhundert“ und außerdem erlangte sie in Trento die Qualifikation für die Leitung von Institutionen für Kunst und Kultur, die mit einem Masterzertifikat verbunden ist.

Sodann erhielt sie im MART, dem „Museo di Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto“, eine Anstellung als Konservatorin und als Kuratorin für Ausstellungsinitiativen, wobei sie seit 2007 auch mit der Wahrnehmung von wissenschaftlichen und organisatorischen Aufgaben für die im MART befindliche Kunstsammlung der VAF-Stiftung beauftragt wurde. In dieser Funktion arbeitete sie auch wissenschaftlich und redaktionell an der Produktion des umfangreichen Generalkatalogs der Sammlung der VAF-Stiftung, der dann 2012 gedruckt und herausgebracht wurde.

Texte zur Kunst, die sie verfasste, sind in verschiedenen Katalogen zu Ausstellungen erschienen, an denen sie meist auch kuratorisch aktiv war, darunter sind die wichtigsten: „La parola nell’arte. Ricerche d’avanguardia del ‘900“, 2007 / „Nanni Valentini. Ho scelto la materia“, 2009 / „Arte Povera. Energia e metamorfosi dei materiali“, 2009 / „Arte del Novecento. Le collezioni della Fondazione Cariverona e della Fondazione Domus“, 2011 / „Una finestra sul mondo. Da Dürer a Mondrian e oltre“, 2012 / „Carlo Carrà. 1881-1966“, 2012 / „L’arte moderna in Intesa Sanpaolo. L’ultimo novecento“, 2013 / „Felice Casorati. Collezioni e mostre tra Europa e Americhe“, 2014.

2012 kam ihr Buch mit dem Titel „Archivio di Nuova Scrittura Paolo Della Grazia. Storia di una Collezione“ heraus.

Als maßgeblich leitende Kuratorin fungierte sie bei der Realisierung der folgenden Ausstellungen: „Poesiva Visiva. What to do with poetry. La Collezione Bellora al MART“, 2010 (zusammen mit Giorgio Zanchetti); „Percorsi riscoperti dell’arte italiana. VAF-Stiftung 1947 – 2010“, 2011 (zusammen mit Gabriella Belli); „Poesiva Visiva. La donazione di Mirella Bentivoglio al MART“, 2011; „Gianluigi Rocca. La montagna dentro“, 2013; „Claudio Olivieri. Il colore disvelato“, 2013; „Aldo Schmid. Astrazioni cromatiche“, 2014; „Oltre il confine della tela. Fontana, Burri, Manzoni, Dadamaino, Bonalumi, Scheggi“, 2015.

Daneben ist sie Korrespondentin für diverse Zeitschriften für Kunst, wie z.B. „Art’è“, „Eikon. I temi e le idee dell’arte“, “FMR. La rivista bianca“, „Il Giornale dell’Arte“, „NB – I linguaggi della comunicazione“, „Artribune“ und „Giornale Sentire“.