Kooperationen

Ein weiteres Betätigungsfeld der VAF-Stiftung öffnet sich mit dem Blick auf die Kooperationen, mit denen ein Tätigkeitsfeld der VAF-Stiftung benannt ist, das die Akteure der VAF-Stiftung in Bezug auf die Prämissen ihrer Arbeit als besonders wichtig erachten. Dabei ist als Erstes die schon seit der Gründung der Stiftung bestehende, enge partnerschaftliche und auch vertraglich geregelte Verbindung zu nennen, welche die VAF-Stiftung zum MART, d.h. zum Museo di Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto, unterhält. Es ist dies eine Interessengemeinschaft, deren wichtigster Punkt darin besteht, dass die Stiftung einen Großteil ihrer Sammlungsbestände, - nicht nur die Spitzenwerke der klassischen Moderne und die Schöpfungen der Avantgarde nach 1945 sondern auch profilierte Beispiele weniger bekannter Beiträge -, in die Obhut des MART und seiner Direktion gegeben hat, wobei das renommierte italienische Museum von der Verfügung über diese Bestände profitiert, während die Stiftung ihren Kunstbesitz in bester professioneller Betreuung aufgehoben weiß. Sie werden durch eine speziell für die Belange der Stiftung abgeordnete wissenschaftliche Mitarbeiterin, Frau Dr. Daniela Ferrari, permanent betreut und iventarisiert sowie durch die Erarbeitung eines Generalkatalogs dokumentiert. Die Werke der VAF-Sammlung finden jedoch im MART nicht allein hervorragende konservatorische,  wissenschaftliche und administrative Bedingungen, sie werden auch vielfach in Dauer-und Sonderausstellungen des Museums öffentlich vorgestellt und auch an Dritte werden sie in großer Zahl für temporäre Ausstellungen in aller Welt als Leihgaben ausgeliehen. Gemeinsam mit der Direktion und dem Team des MART hat die VAF-Stiftung schließlich auch eigene   Ausstellungsprojekte realisiert und dazu Kataloge erarbeitet und herausgegeben. Spezielle stiftungsbezogene Präsentationen im MART waren die Ausstellungen „Ein Jahrhundert italienischer Kunst – Der Blick des Sammlers – Werke der VAF-Stiftung“, im Jahre 2005, und „Percorsi riscoperti dell'arte italiana – VAF-Stiftung 1947 – 2010“ (Wiederentdeckte Wegstrecken der italienischen Kunst), im Jahre 2011. Gerade diese Schau baute auf jenem Bestreben der Stiftung auf, künstlerische Aktivitäten zu suchen und zu entdecken,  die trotz eines hohen innovativen Potentials durch den Mainstream der kunstgeschichtlichen Entwicklung ins Abseits verdrängt wurden und ins Vergessen geraten waren.

 

mart logo bwMuseo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto (MART).
Seit dem Jahr 2000 wird die Sammlung im Museum Mart aufbewahrt.

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 Kooperationen bestehen aber auch in der Form, dass Werke aus der Sammlung von einigen deutschen Museen als Dauerleihgaben in ihre Schauräume übernommen wurden, wobei unter diesen Leihnehmern sich Häuser befinden wie das Sprengelmuseum in Hannover, das Kunsthalle in Mannheim, das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen, das Lehmbruck- Museum in Duisburg und das Museum Glaskasten in Marl. Eine bevorzugte Rolle spielt in diesem Zusammenhang das ZKM, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlruhe, das sowohl als Leihnehmer mit der Stiftung verbunden ist wie auch als Partner bei der Realisierung von gemeinsamen Ausstellungsvorhaben.

 

zkmZentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlruhe (ZKM)
Das ZKM ist Leihnehmer und Partner bei Ausstellungsvorhaben.

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Ein Projekt, das Akteure der Stiftung und der Direktor des ZKM,  Herr Peter Weibel, gemeinsam kuratiert haben, war die Schau „Materialbild.- Material Picture – Immagine Materiale – Italia 1950 – 1965“, die ausschließlich mit Leihgaben aus der VAF-Sammlung bestückt war und in der ein erhellender definitorischer Überblick über die Ursprünge, Modalitäten und Entwicklungen der künstlerischen Materialverwendung in der italienischen Nachkriegskunst präsentiert wurde.