Zweck

Gründung

Skyline FFM

Frankfurt Am Main - Ansicht der Skyline am frühen Abend

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Die VAF-Stiftung, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat und die auch der dortigen Stiftungsaufsicht untersteht, ist eine gemeinnützige Initiative, die im Jahre 2000 von dem Unternehmer Volker W. Feierabend mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, für die italienische Kunst der Moderne wie auch der unmittelbaren Gegenwart ein Forum zu schaffen, durch das die Kenntnis der neueren Kunst Italiens im Bewusstsein der deutschen und europäischen Öffentlichkeit ebenso verbessert werden soll wie auch das Wissen um die zahlreichen innovativen Impulse und wegweisenden Beiträge zur Moderne, die aus dieser klassischen europäischen Kulturnation stets kamen und nach wie vor kommen. Das Kürzel VAF geht dabei zurück auf die Initialen des Vor- wie des Zunamens des Stifters, kombiniert mit dem Anfangsbuchstaben des Rufnamens seiner italienischen Ehefrau, die Aurora heißt. Aus der beruflichen wie privaten Lebenssituation des Stifters ist das auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinende Phänomen zu erklären, dass eine deutsche Stiftung sich der Förderung der italienischen Kunst verschrieben hat.

Das Gründungsanliegen und das Arbeitsethos in der Stiftung

Die ideelle und materielle Basis der Stiftung - und deren wertvollster Besitz -  ist eine Sammlung italienischer Kunst, deren aus hochkarätigen Spitzenwerken bestehender Grundstock von Volker W. Feierabend in jahrelanger intensiver Sammlertätigkeit zusammengetragen worden war, wobei dieser, der in seinem ursprünglichen Beruf ein kommerzieller Unternehmer mit vorwiegend italienischen Kontakten war, sich so im Laufe der Zeit auch selbst zu einem passionierten Kunstfreund mit ausschließlich italienischem Schwerpunkt entwickelte. Die Gründung der Stiftung im Jahre 2000 war denn auch bei ihm von der Absicht getragen, die bis dahin gesammelten Stücke institutionell zu sichern und zudem eine stiftungsrechtlich fundierte Gewähr für die verantwortliche Weiterarbeit am Erhalt, am Ausbau und an der Pflege der Sammlung zu schaffen. In diesem Sinne wollte er konzeptionelle, personelle, administrative und ökonomische Weisungsbestimmungen etablieren, die eine kontinuierliche Wahrnehmung des einmal begonnenen Sammlungsauftrags in der Zukunft garantieren und zudem auch eine Leitlinie für eine bindende geistige und ethische Verpflichtung in Bezug auf die italienische Kunst der Moderne vorgeben. Dies betrifft zum einen die Fortsetzung der engagierten Überzeugungsarbeit, mit der auf die vielfältigen, oft unbekannten  Facetten der zeitgenössischen italienischen Kunst aufmerksam gemacht werden soll, und zum anderen die produktive Weiterführung des distributiven, des kuratorischen, des interpretativen, wie des Maßstäbe setzenden kunstwissenschaftlichen Anliegens, das mit dem qualitativen Niveau der Sammlung ebenso vorgegeben ist, wie mit dem Credo der Stiftung. Dieses beinhaltet schließlich auch die Sorge um die kontinuierliche Wahrnehmung eines - gleichfalls von der Sammlung inspirierten -  interkulturellen und mäzenatischen Auftrags.

Wichtig ist dabei in besonderem Maße die Maxime, dass die Personen, welche die Programmatik der VAF-Stiftung vertreten, ihre praktischen Aufgaben und die ideellen Orientierungen ihrer Arbeit in absoluter Eigenständigkeit und Autonomie realisieren, und dass sie sich allein dem in den Statuten der Stiftung kodifizierten Auftrag verpflichtet sehen. Das heißt, dass ihr Streben immer dahin geht, dass sie alle ihre Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen ohne Rücksicht auf irgendwelche Fremdbestimmungen sowie ohne  Einwirkungen von außen durchführen und dass sie ihre Belange in demokratischen Verfahren innerhalb der Gremien, welche in der Stiftung beratend, diskutierend und zielführend aktiv sind, abwickeln. Sowohl der Vorstand wie auch das Kuratorium - bzw. das comitato direttivo der Stiftung - verstehen sich als Instanzen, die ihre Zielsetzungen in bewusster Unabhängigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie allein geleitet von einem persönlichen fachlichen und sachlichen Urteilsvermögen beschließen und durchsetzen.